Gottesdienst
Sonntag 10:00 Uhr Ravensberger Str. 11
Anschließend Kirchenkaffee
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Mission weltweit

Mission weltweit

Als EFG Herford ist es uns wichtig, einen Blick für Ereignisse und Entwicklungen in unserer Welt zu haben, Kontakte zu Christen in anderen Ländern und Erdteilen zu halten und zu entwickeln, Missionsprojekte zu fördern, von dem gelebten Glauben, dem diakonischen Handeln unserer Geschwister weltweit zu lernen.
Deshalb unterstützen wir einige Projekte ganz konkret und sind eng mit der EBM International vernetzt. Um Gottes Liebe, die verändern, Hoffnung und Leben schenken kann, mit Menschen in anderen Erdteilen zu teilen und weiter zu geben.

Folgende Prinzipien sind Grundlage unseres weltmissionarischen Engagements:

– ein partnerschaftliches, gleichberechtigtes Miteinander auf Augenhöhe, bei dem beide Partner Gebende und Nehmende sind, die Projekte mit gestalten, so dass keine Abhängigkeiten entstehen.
– eine ganzheitliche Unterstützung, die den Menschen mit Körper, Geist und Seele wahrnimmt. Die Not lindert, in dem sie Brot und einen Zuspruch gibt. „Heiland und Hose“ – beides gehört in der missionarischen Arbeit zusammen.
– eine bewußte Förderung von gemeindenahen Projekten, da Hilfe so vor Ort, wo sie gebraucht wird, ankommt, die Verantwortlichkeit auf lokale Mitarbeiter übergehen kann und Hilfe so nachhaltig wirken kann.

Konkrete Projekte

Vorstellung des Frauenhauses Ndawo Yakho in Johannesburg/Südafrika
Ndawo Yakho bedeutet übersetzt „Raum für Dich!“ und meint einen Schutzraum für Frauen,
die unter Gewalt in ihren Familien und Partnerschaften leiden.
Ndawo Yakho ist eines von 4 staatlich registrierten Frauenhäusern in der 8 Millionenstadt
Johannesburg, das von engagierten Frauen des schwarzen südafrikanischen Baptistenbundes
(BCSA) betrieben wird. Es liegt mitten in einem gefährlichen Problemviertel von
Johannesburg, in dem die Kriminalitätsrate extrem hoch ist.
Hinter einer festen Mauer und Stacheldraht bietet das Haus aktuell einen Zufluchtsort für 8
Mütter mit ihren kleinen Kindern. Hier können sie unter der liebevollen Leitung der
Hausmutter Meggie Geborgenheit erleben, innerlich heilen und neue Stärke entwickeln, die
ihnen ein eigenständiges Leben ermöglicht. 

Jede Mutter hat zusammen mit ihren Kindern ein Zimmer, dazu gibt es Gemeinschafts- und
Therapieräume. Wie in einer großen Hausgemeinschaft wird zusammen gekocht und
gegessen. Die gemeinsamen Mahlzeiten geben dem Tag einen strukturierten Ablauf.
Sozialarbeiter und Psychologen kommen je nach Bedarf ins Haus, außerdem werden die
Frauen gefördert z.B. mit Erlernen von Näharbeiten, Schulabschlüsse können nachgeholt
werden, Berufsausbildungen gestartet oder fortgesetzt werden. Ziel ist es, dass die Frauen auf
eigenen Beinen stehen können. Und tatsächlich haben im vergangenen Jahr 70% dieses Ziel
erreicht und konnten für sich selber sorgen und ausziehen.
Die Arbeit hat mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. So sind die finanziellen Mittel
äußerst knapp, zumal die Preise für Nahrungsmittel und Elektrizität enorm angestiegen sind.
Unterstützung kommt von der BCSA (ca. 250 € monatlich) und von EBM International (ca.
1500,-€ im Quartal). Mitte Dezember gab es schon im ganzen Viertel 3 Wochen lang
überhaupt keinen Strom mehr, so dass im Freien auf einer Feuerstelle gekocht wurde. Einige
Wände des Hauses sind feucht und auch kleinere Elektrogeräte wie Wasserkocher und
Bügeleisen können eine wertvolle Hilfe sein. Immer wieder wird auch eine erste
Babyausstattung benötigt, wenn Frauen im Frauenhaus ihr Kind gebären.
Das Frauenhaus der Baptist Convention ist eine recht neue Einrichtung, die mit viel Herz und
Liebe für die misshandelten Frauen betrieben wird. Die Atmosphäre strahlt Annahme,
Wertschätzung und Geborgenheit aus. Ich habe das Haus als einen starken Schutzraum erlebt,
in dem Frauen genesen und neue Hoffnung und Lebensperspektive gewinnen können.

Die soziale und wirtschaftliche Situation auf Kuba ist schon seit einigen Jahren sehr herausfordernd. Viele Menschen haben keine Hoffnung mehr und verlassen ihre Heimat aufgrund der großen Not. Doch trotz alle dieser Schwierigkeiten erleben die christlichen Gemeinden auf Kuba einen Aufbruch, viele Menschen kommen zum Glauben und es werden neue Gemeinden gegründet. EBM INTERNATIONAL unterstützt hierfür Gemeinden, Pastoren und Mitarbeitende. Kindern wird durch die Sportarbeit gesundes Selbstvertrauen und neue Freude geschenkt, sie hören in den Bibelclubs von der guten Nachricht und bekommen in allen Projekten liebevolle Begleitung, Seelsorge und auch etwas zu Essen. Außerdem werden diverse Gemeindegründungen unterstützt und zugleich neue Gemeindegründer ausgebildet. Diese Arbeit schenkt vielen Menschen eine neue, vertrauensvolle Perspektive auf ihr Leben und bestärkt sie trotz aller Herausforderungen in ihrem Glauben an Jesus Christus. Auf der Jugendinsel sind mehr als 80 Hausgemeinden und acht offiziell gegründete Gemeinden entstanden. Verantwortlich für diese Missionsarbeit ist zurzeit der Arzt und Pastor Ernesto Cabrera. In der Region Bahía Honda, etwa 100 Kilometer westlich von Havanna, sind ebenfalls mehrere Missionsstationen entstanden. In Ostkuba wurden seit 2009 mehr als 300 Missionare geschult, die wiederum über 250 Gemeinden gründeten. In einem Elendsviertel in Havanna ist die Kriminalitätsrate drastisch gesunken, seit das Evangelium dort die Menschen erreicht hat. Mittlerweile besteht diese Gemeinde aus rund 100 Mitgliedern. Oft starten die Missionsarbeiten mit einem Bibelclub für Kinder, woraus eine umfangreiche Gemeindearbeit erwächst. So auch die Gemeinde in La Perla. Dort organisieren die Mitarbeiter Frühstücke für notleidende Kinder. Auch kümmern sie sich um die alten Menschen, die am stärksten von Armut betroffen sind. Immer gibt es kurze Lektionen aus der Bibel. So erfahren sie Gottes Liebe. Unsere Missionare auf Kuba beten und arbeiten unermüdlich. Sie engagieren sich leidenschaftlich und mit viel Liebe. Das Wenige, das sie zum Leben haben, teilen sie. Daran ist ihr Vertrauen zu Gott erkennbar.

Auf den Philippinen lebt und arbeitet Kolja Soppa mit seiner Frau Jane und den beiden Söhnen als Missionare von Jugend mit einer Mission. Ihr Aufgabengebiet ist sehr vielfältig. Hilfen für arme, hungernde, kranke Menschen werden gegeben, Kindern und Jugendlichen in Heimen und Wohngruppen ein neues Zuhause eingerichtet, bei verschiedenen Bau- und Renovierungsobjekten ganz praktisch zugepackt. Darüber hinaus engagieren sich Kolja und Jane bei Jüngerschaftsschulungen und in der Bibelschule. Dabei nimmt die persönliche Begleitung von jungen Menschen einen weiten Raum ein.

EBM International arbeitet in Indien mit 16 lokalen Partnern zusammen an mehr
als 20 Standorten. Bedürftige Menschen können in den 57 Projekten Gottes verändernde Liebe erfahren.
In über 20 Kinderheimen und Sozialzentren finden Kinder ein neues Zuhause,
Fürsorge und Geborgenheit. Mit diversen Ernährungsprogrammen kämpft
EBM International gegen Mangelernährung sowie Hunger und in Schulen
erhalten Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die Möglichkeit auf
grundlegende Bildung oder sogar eine komplette fachliche Berufsausbildung.
Ein großer Bereich ist zudem die Gesundheitsfürsorge, bei der gerade
benachteiligten Bevölkerungsgruppen eine medizinische Versorgung angeboten
wird, zu der sie sonst niemals Zugang hätten.

In Izmir in der Türkei gibt es seit einigen Jahren eine kleine Baptistengemeinde, deren Pastor Ertan Cevik ist. Ihn und seine Frau Marlene unterstützen wir als Missionare von EBM International in dem muslimisch geprägten Land. Inzwischen sind weitere kleine Gemeinden in der Türkei gegründet worden, die sich zu einem Baptistenbund zusammengeschlossen haben und gut vernetzt sind. Sie leben ihren Glauben sehr offen und laden zu Jesus Christus und den Gemeindeveranstaltungen ein – auch unter schweren Bedingungen und mancher Bedrohung. Große Achtung und Respekt erhalten sie von Gesellschaft und Politik für ihren großen Einsatz bei der Versorgung von Flüchtlingen. 

Neben diesen Missionsprojekten unterstützen wir durch eine jährliche Kollekte:

– Open Doors (Arbeit unter verfolgten Christen)
– Stiftung Ichthys (Kinder- und Jugendfreizeiten in Polen und Moldawien, Verteilen von christlicher Literatur, Kontaktperson: Zbyszek Kolak)
– Brot für die Welt
EBM India (Armenspeisungen, Kinderheime, medizinische Arbeit)

Dr. Andrea Wiedner

AK Mission Weltweit

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